Wickeder Vielfalt und Enser Mischung für die Artenvielfalt

Nachbarn für Natur und Heimat mit Aktion für Bürger

Federleicht, kostenfrei, bunt und wertvoll…

…das ist die ,,Wickeder Vielfalt“ und  ,,Enser Mischung“ als Beitrag für die Artenvielfalt zu Hause.

Sie gibt es ab jetzt in den beiden Rathäusern. Wo sie auf gut vorbereiteten Boden im heimischen Garten ausgesät wird, finden bald Schmetterlinge und viele weitere Insektenarten sowie Bienen dringend gesuchte ,,Landeplätze“ und Nahrungsangebote in heimischen Vorgärten. Zusammengestellt wurde die Samen-Komposition von Luisa Hauswirth von der Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz im Kreis Soest (ABU). Die Botanikerin an der Bio-Station in Bad Sassendorf  mischte dazu als Regio-Saatgut zwei Dutzend heimische Wildblmen und -kräuter, unter anderem Schafgarbe, Weißes Labkraut, die rote Lichtnelke, den Wiesen Bocksbart und den Spitzwegerloh.

Dieser Pflanzen-Mix passe besonders gut für die natürlichen Gegebenheiten von Böden und Klima an der Haar in Ense und Wickede (Ruhr), erläutert Hauswirth. Bürgermeister Hubert Wegener (Ense) und Amtskollege Martin Michalzik (Wickede) freuen sich, damit als ,,Nachbarn für Natur und Heimat“ einen kleinen Beitrag für die Umwelt im Jubiläumsjahr beider Gemeinden zu leisten. ,,Wir sind überzeugt, dass passt zu unseren grünen Gemeinden wirklich prima. Und es greift das aktuelle Thema auf, wie können wir zu Hause etwas tun, um insbesondere dem Schutz von bedrohten Insekten zu dienen“.

Beide wünschen sich, dass die Tüten, die in kleinen Mengen (max. 5) kostenfrei abgegeben werden, regen Anklang finden. Auf der Tüte selbst gibt es Hinweise für die richtige Aussaat. Die ist bis in den Sommer hinein möglich. Abgabestellen sind in Wickede das Rathaus und die Volksbank. In Ense ist es zunächst das Rathaus.

Den Anstoß für die Aktion gab ein Beispiel aus Lippstadt. Dieses wurde vor einiger Zeit auf einer Veranstaltung der SPD Wickede mit Bundes-Umweltministerin Svenja Schulze von einem Naturschutz-Vertreter im Bürgerhaus vorgestellt – und von Bürgermeister Michalzik (CDU) noch in der laufenden Diskussion aufgegriffen.  Von der guten Idee ließ sich Amtskollege Wegener rasch überzeugen, außerdem lässt sich die nötige Mindestbestellung bei zwei Gemeinden in sehr gut vertretbaren Größenordnungen anbieten.