Klimaschutzmodellvorhaben „Grün statt Grau“ – Gemeinde wartet auf Förderbescheid

Die Gemeinde Ense nimmt als eine von sechs Verbundkommunen (Remscheid, Baesweiler, Rheine, Marl und Kuerten) an dem Modellvorhaben „Starke Partnerschaften für nachhaltige Gewerbegebiete“ – als Teil des Forschungsprojektes „Grün statt Grau – Gewerbegebiete im Wandel“ – teil. Hintergrund dieses Modellvorhabens ist die Förderung und Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen in Gewerbe- und Industriegebieten. Aus diesem Anlass fand am 18.05.2017 eine Informationsveranstaltung der Gemeinde Ense in Zusammenarbeit mit der Koordinierungsstelle Regionalentwicklung des Kreises Soest, der Wirtschaftsförderung Kreis Soest GmbH (wfg) und dem Wissenschaftsladen Bonn (WiLa Bonn) in den Räumlichkeiten der Firma INOTEC statt.

Die Resonanz der Veranstaltung fiel bei allen Beteiligten durchweg positiv aus. Die Firmen und Betriebe wurden aufgefordert, Klimaschutzmaßnahmen zu benennen, die mit Hilfe einer Landesförderung von 40% (bei Projekten der Gemeinde 80 %) kurz- bis mittelfristig umgesetzt werden sollen. Die Brisanz lag in der Kürze der Zeit, da die Projektskizze inkl. einer detaillierten Angabe der Investitionskosten (Personal- und Sachkosten, Fremdleistungen etc.) zu einer festgelegten Frist beim Fördergeber eingereicht werden musste. Dennoch wurden in der Kürze der Zeit von zahlreichen Firmen beider Gewerbegebiete Klimaschutzmaßnahmen in Höhe von ca. 9 Mio. € vorgetragen.

Die verschiedenen Maßnahmen sind dabei unterschiedlichen Kategorien zuzuordnen. Auffällig ist, dass besonders Maßnahmen aus den Bereichen Integration der E-Mobilität, Optimierung der Beleuchtung und Nutzung selbst erzeugten Stroms genannt wurden.

Welche der Maßnahmen tatsächlich förderungsfähig sind, überprüft zurzeit das Gutachtergremium des Förderprogramms KommunalerKlimaschutz.NRW. Dort ist die gemeinsame Projektskizze aller Verbundkommunen form- und fristgerecht eingereicht worden.

Nach dem Prüfen der Unterlagen durch das Gutachtergremium und die Bezirksregierung, steht im positiven Fall fest, welche Firmen mit welchen Maßnahmen auf die begehrten Fördergelder hoffen können. Der entsprechende Bescheid soll gegen Ende des Jahres – spätestens im Frühjahr – vorliegen. Dann muss der Förderantrag konkretisiert werden. Der geplante Start für die Umsetzung der Maßnahmen ist für den Sommer / Herbst 2018 vorgesehen.